Tagestipp

Heute, 18:30 Uhr Ö1

Klartext

mit Klaus Webhofer Koste es, was es wolle, niemand darf zurückbleiben: Aufmunternd waren die Parolen der Regierung am Beginn der Corona-Krise, heute schlagen ihr immer öfter Zweifel, Frust, auch Wut entgegen. Während jede Woche neue Milliarden versprochen werden, klagen Unternehmer und Unternehmerinnen über die schleppende Verteilung: Zu bürokratisch, zu langsam, zu wenig. Ist das Öffnungsmanagement der Regierung eine Frage der richtigen Lobby? In Handel, Gastronomie und Tourismus geht jedenfalls alles schnell, bei Schulen und im Kulturleben langsam. Und im Freien haben die Babyelefanten ohnehin längst ausgedient. Der Rückkehr zur Normalität nach der ersten Viruswelle ist schwierig und heikel, die Gefahr einer zweiten Welle keineswegs gebannt. Der Streit über die richtige Wirtschafts- und Krisenpolitik, auf nationaler und europäischer Ebene wird heftiger. Darüber diskutieren bei Klaus Webhofer: Beate Meinl-Reisinger, NEOS-Chefin Klubobfrau August Wöginger, ÖVP-Klubobmann

Konzerttipp

Heute, 20:04 Uhr WDR3

WDR 3 Konzert

Mit Claudia Belemann Zum 180. Todestag von Niccolò Paganini Auch 180 Jahre nach seinem Tod erscheint Teufelsgeiger Niccolò Paganini quicklebendig. "Zaubergeigenkünste" wurden Niccolò Paganini nachgesagt. Damen fielen bei seinen Konzert in Ohnmacht. "Vielleicht hätte Goethes Mephisto die Violine so gespielt", mutmaßte ein zeitgenössischer Kritiker. Niccolò Paganini trug immer schwarz und machte seine ausgemergelte Gestalt zum Markenzeichen. Er war ein großer Geigenvirtuose und der erste Musiker mit modernem Marketing und Merchandising. Korrespondentenberichte beschäftigten sich mit seinem angeblichen Lebenswandel. Gebrauchsgegenstände trugen sein Konterfei. Gastronomie und Kleidermode gaben sich "à la Paganini". Bei diesem Konzert steigt der russische Geiger Sergej Krylov in die virtuosen Schuhe des Italieners. Mstislav Rostropovitch hat einst befunden, Sergej Krylov gehöre zu den fünf besten Geigern der Welt. Heute lehrt er als Professor in Lugano. Begleitet wird er bei diesem Paganini-Geburtstagskonzert von dem Ural Philharmonic Orchestra. Das kennt man bei uns kaum, es ist aber eins der besten Sinfonieorchester Russlands. Gioacchino Rossini: Ouvertüre zu "Die diebische Elster" Niccolò Paganini: Violinkonzert Nr. 5 a-Moll / Caprice a-Moll, op. 1,24 Peter Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 4 f-Moll, op. 36 / Tanz der Narren, aus der Schauspielmusik "Schneeflöckchen", op. 12 Sergej Krylov, Violine; Ural Philharmonic Orchestra, Leitung: Dmitry Liss Aufnahme aus dem Regentenbau, Bad Kissingen

Hörspieltipp

Heute, 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Publikumswunsch: Der Jäger ist die Beute (3/4) Von Tim Staffel Moira, ehemaliges Tennis-Wunderkind, hat sich von allen zurückgezogen und lebt von Gelegenheitsjobs. Als sie der Vorstellung verfällt, die von ihr bewunderte Schriftstellerin Melanie wolle eine Beziehung mit ihr eingehen, wird sie zur Stalkerin. Komposition: Alexandra Holtsch und Vicki Schmatolla

Featuretipp

Heute, 22:03 Uhr SWR2

SWR2 Feature

Greta bringt die Welt in Ordnung Von Tom Schimmeck (Produktion: NDR 2019) Im Sommer 2018 begann die damals 15-jährige Stockholmer Schülerin Greta Thunberg mit ihrem "Schulstreik für das Klima". Mit einem selbstgemalten Pappschild hockte sie sich vor das schwedische Parlament. Die kleine Tat zeigte bald enorme Wirkung. Hunderttausende Schüler sind heute weltweit bei #fridaysforfuture aktiv. Sie engagieren sich vehement dafür, dass die Mächtigen endlich aufwachen. Manche aber reagieren auf den Protest mit Hohn und offenem Hass. Politiker und Publizisten plädieren dafür, den Klimawandel den "Profis" zu überlassen.

Podcast

Deutschlandfunk

Nachrichten vom 27.05.2020, 04:00 Uhr

Autor: Deutschlandfunk-Nachrichtenredaktion Sendung: Nachrichten

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Deutschlandfunk Kultur

Rolltreppen ins Nichts

„Das hier ist die Zukunft und Sie können jetzt sagen, Sie sind dabei gewesen.“ Kultursenator Quickstedt führt eine Gruppe Journalisten über die momentan größte Baustelle Europas. Hier soll eine Cultural Event Mall entstehen, Deutschlands Antwort auf das Centre Pompidou de Paris. Private Investoren aus Hongkong und die öffentliche Hand betreiben das Projekt gemeinsam, doch gearbeitet wird schon seit einiger Zeit nicht mehr. Statt Bauarbeitern sehen die eingeladenen Journalisten überall nur Security-Mitarbeiter. Bald wird klar: Bauleiter Schmidtke ist verschwunden und mit ihm wichtige Unterlagen. Auf der Suche nach einer Erklärung brechen Lokalreporter Grimm und Volontärin Maja nachts in den künftigen Kulturtempel ein und laufen über gigantische Rolltreppen ins Nichts.

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