Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Die Ö1 Klassiknacht

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Spuren und Erinnerungen" von Tanja Maljartschuk, Schriftstellerin In ihrem jüngsten Roman "Blauwal der Erinnerung" verknüpft die ukrainische Schriftstellerin und Journalistin Tanja Maljartschuk kunstvoll das Leben des vergessenen ukrainischen Volkshelden Wjatscheslaw Lypynskyj mit dem der Ich-Erzählerin: Sie sucht in dessen Vergangenheit nach Spuren, um besser mit ihrer eigenen Gegenwart zurechtzukommen. Maljartschuk, die 2018 mit dem Bachmann-Preis ausgezeichnet worden ist, lebt in Wien. In ihren "Gedanken für den Tag" im Rahmen des Ö1-Schwerpunktes "Nebenan - Erkundungen in Europas Nachbarschaft" geht sie selbst ihren Erinnerungen an die Ukraine nach, dem Land ihrer Herkunft. - Gestaltung: Alexandra Mantler

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Albert Hosp. Margret Kölls Instrument wird auf Englisch so bezeichnet: Single Action Harp. Sie spielt trotzdem nicht nur solo, sondern auch gern mit anderen. Ein ganzes Orchester groovt sich auf den 5er-Takt ein, nicht für den Jazz-Hit "Take Five" von Brubeck, sondern beim Klassik-Hit "Pathetique" von Tschaikowsky, dort, wo diese gar nicht pathetisch ist. Shura Cherkassky benötigte trotz Zertrümmerungs-verdächtiger Encores nur einen Flügel. Single Action Piano. "Den Pulsschlag der Freude zu spüren, wenn wir ein perfektes Tor im Fussballmatch erleben dürfen; Licht, das raschelt, wenn es durch Blätter scheint; oder ein paar Töne Musik, aus dem Fenster eines vorbeifahrenden Autos. Das Leben bietet solche Momente, trotz allem." (nach: Sally Rooney, Normal People, 2018)

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Landschaftsarchitekt Daniel Zimmermann spricht über die Bedeutung großkroniger Straßenbäume Teil 4: Entlastung bei Starkregen und Hochwasser Gestaltung: Ilse Huber Luft und Wasser braucht die Wurzel. Im versiegelten Stadtboden ist beides Mangelware. Asphalt, Beton und Pflastersteine machen die Oberflächen dicht und im Untergrund schaut es nicht besser aus: ein fest verpresster Straßenunterbau lässt den Pflanzenwurzeln kaum Raum zum Wachsen. Deswegen verfolgt das Konzept "Schwammstadt für Straßenbäume" das primäre Ziel, den Untergrund wieder lockerer zu machen und ihn mit Materialien zu füllen, die kontinuierlich Luft, Wasser und Nährstoffe anbieten. Die Idee der Schwammstadt stammt aus Skandinavien. Anlass dafür gaben die auftretenden Hochwässer in der Stadt, die zu großen Schäden führten. Seit rund 20 Jahren soll überschüssiges Wasser nicht in die Kanäle abgeleitet, sondern möglichst lange an Ort und Stelle zurückgehalten werden. In Österreich hat man diesen Gedanken aufgegriffen und modifiziert. Denn auch Hitze und Trockenheit machen den Pflanzen Stress. Gerade Straßenbäume sorgen in Zeiten der Klimakrise für Beschattung und Durchlüftung einer Stadt. Hier die richtigen Baumarten und Baumgrößen zu wählen, ist eine Frage der Forschung. Genauso wie den Bäumen einen optimalen Standraum zu ermöglichen. In Graz und Wien sind die ersten Schwammstadt-Maßnahmen für Straßenbäume bereits gesetzt. Interviewpartner: DI Daniel Zimmermann Landschaftsarchitekturbüro 3:0 https://www.3zu0.com/

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Land im Krisenmodus

Identitäten, Mythen und Konflikte in der Ukraine (4). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Einen Neuanfang versprach der neue ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij nach seiner Wahl vor knapp einem Jahr. Wie groß die Hoffnungen der Menschen auf einen Bruch mit der Vergangenheit waren, spiegelte sich auch im Erfolg von Selenskis neu gegründeter Partei "Diener des Volkes" bei den Parlamentswahlen wider. In der Wirtschaft, in der Justiz, in der Bekämpfung der Korruption, im Aufbau einer stabilen Demokratie, in den schwierigen Beziehungen und Territorialkonflikten mit Moskau: An allen Fronten erwarteten sich die Menschen Reformen, Fortschritte und Lösungen. Zwar wurde seither einiges erreicht, insbesondere ein neues Gas-Abkommen mit Russland. Doch knapp 30 Jahre nach der Unabhängigkeit befindet sich das Land weiterhin in einem fragilen Zustand. Ob oder wie der Territorialkonflikt mit Moskau gelöst werden konnte, gibt Anlass zu Spekulationen. Dabei kehren in den ideologischen, politischen und ökonomischen Auseinandersetzungen zwischen der Ukraine und Russland gewisse Grundthemen immer wieder. Vom mittelalterlichen Reich der Rus und Fürst Wladímir über Sprachen, den Zweiten Weltkrieg, die Krim und die Zeitgeschichte zieht sich die Reihe der Konfliktstoffe. Auch innenpolitisch taucht immer wieder die bange Frage auf: Quo vadis, Ukraine?

09.30 Uhr
Radiokolleg - Toxine im Vormarsch

Gifttiere Giftpflanzen in Zeiten der Klimaerwärmung (4). Gestaltung: Kim Cupal In unserer Welt sind wir ständig umgeben von potentiell giftigen Substanzen. Die potentesten findet man aber nach wie vor in unserer Fauna und Flora. Dabei gilt für alle Lebewesen - egal ob Tier, Pflanze oder Pilz - der eigens hergestellte Giftcocktail ist ein wertvolles, kostenintensives Asset. Spinnen, Skorpione und Schlangen würden daher selbst im äußersten Notfall nur eine geringe Menge Gift an unsereins verschwenden. Aller Phobien zum Trotz waren die heimischen tierischen Gifte kaum geeignet, uns ernsthaft zu schädigen. Aber die Welt um uns herum verändert sich zunehmend. Es wird stetig wärmer und bekannte wie auch neue Toxine wandern langsam gen Norden - auch nach Österreich. Es ist die Globalisierung, die den Neozoen und Neophyten erlaubt nach Mitteleuropa zu gelangen, und es ist die Klimaerwärmung, die es ihnen ermöglicht zu bleiben und sich auszubreiten. So bietet Österreich mittlerweile u.a. der Rotrücken Witwe - einer bevorzugt unter Menschen hausenden australischen Giftspinne - gute Lebensbedingungen. Neue Skorpionarten werden eingeschleppt, welche weit weniger harmlos sind, als unsere heimischen, nicht humantoxischen Skorpione. Auch steigt die Zahl der Zecken dank der milden Winter rasant an. Und die Bakterien, welche von dieser Milbenart übertragen werden, stellen mit ihren hochtoxischen Giften eine ernstzunehmende Gefahr für Mensch und Tier dar. Wissenschafter/innen warnen vor den neuen, eingeschleppten Gewächsen, die nun allem Anschein nach überall aus dem Boden sprießen: giftiger Riesen-Bärenklau in Wäldern, Wiesen und sogar Städten und Ragweed auf unseren Feldern. Sind wir auf diese Veränderung vorbereitet? Bei Giftbegegnungen aller Art steht uns zumindest - 24/7 - die Vergiftungsinformationszentrale zur Seite. 28.000 Anrufe nehmen die acht Ärztinnen und Ärzte der Zentrale jährlich entgegen. Mit Expertise und Gelassenheit geht man gegen Vergiftungen, falsche Instinkte und die zwielichtigen Ratschläge des Internets vor. Unsere Tier- und Pflanzenwelt befindet sich im Wandel. Doch darf nicht vergessen werden: wir waren immer schon von Giften umgeben. Nun gilt es zu lernen, mit den Neuankömmlingen richtig umzugehen und weder der Hysterie noch der Verharmlosung anheimzufallen. Diese "Radiokolleg"-Reihe erforscht die Welt der Gifte aus unterschiedlichen Perspektiven, die Effekte der anthropogenen Klimaerwärmung, ihre Gefahren, Behandlungsformen und Institutionen, die aufklären und helfen.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Donau Delta

Wie der Blues nach Österreich gekommen ist (4). Gestaltung: Klaus Wienerroither Vor 100 Jahren wurde die erste Bluesaufnahme veröffentlicht: "Crazy Blues" von Mamie Smith wurde zu einem Millionenseller, natürlich nicht in Europa oder gar in Österreich. Damals ist das purer Exotismus. In der Nachkriegszeit ertönen vorher verbotene US-amerikanische Klänge im befreiten Österreich. Und zwar keineswegs nur massentaugliche Unterhaltungsmusik. Sondern neben traditionellem und modernem Jazz auch urwüchsiger Blues. Prägende Persönlichkeiten wie Johnny Parth liefern bei selbstorganisierten Plattenabenden aufregende Klangwelten. Als Gründer des Plattenlabels Document Records verantwortet Parth auch Wiederveröffentlichungen von alten Bluesaufnahmen. Ein Pionier ist der Gitarrist und Sänger Al Cook, der ab Mitte der 60-er Jahre authentischen Deltablues live präsentiert. Ab 1972 moderiert Hans Maitner auf Ö3 die Sendung "Living Blues" und hat einen Anteil an der Popularisierung des Boogie-Pianos, wo der ursprüngliche Gitarrenblues auf das Klavier übertragen wird. Die Mojo-Blues Band mit dem Mastermind Erik Trauner popularisiert ab 1977 den Chicago Blues, der auf elektrischen Instrumenten gespielt wird. Die Blütezeit des Austro-Blues in den 70-er und frühen 80-er Jahren ist mittlerweile schon länger vorbei, aber die österreichische Blues-Szene ist nach wie vor präsent und konnte und kann internationale Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Musikviertelstunde wirft Blicke in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Bluesmusik aus Österreich, und wichtige Protagonisten geben dieser Szene eine allgemeine Einführung in ein Genre, das sich zumindest in Spurenelementen in den meisten Pop-, Rock- und Jazzstilen wieder findet.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

Mit Nina Polaschegg. Ludwig van Beethovens Sinfonien in einer Transkription Franz Liszts. Die Werke Ludwig van Beethovens ziehen seit jeher Musikschaffende wie Hörende in ihren Bann. Vielen galt er als Hürde, als schier unüberwindlicher "Heroe". Aber auch als Inspirationsgeber für die Entwicklung des eigenen Werkes. Franz Liszt seinerseits war zu Lebzeiten nicht nur als Komponist, sondern auch als reisender Virtuose berühmt. Was lag also näher für ihn, sein Können u.a. auch in eigenen Transkriptionen der Beethovenschen Sinfonien für das Klavier zu präsentieren? Wie hört sich dieses Destillat an? Wie ist es Franz Liszt gelungen, die reiche Palette der Orchesterfarben auf das Tasteninstrument zu übertragen? Und wie unterschiedlich lässt sich auch diese Transkription interpretieren? Auf diese Fragen versuchen wir Antworten zu geben.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

Schwerpunkt: Nebenan Ukraine: "Die Denkmäler der russischen Kultur". Von Andrej Kurkow. Aus dem Russischen von Angelika Schneider. Es liest Karl Menrad. Es gibt Friedhöfe. Es gibt Auto-Friedhöfe. Ein Klavier-Friedhof hingegen ist einzigartig. Irgendwo in den Weite des Landes existiert ein Platz, auf dem unbrauchbare Flügel entsorgt werden. Manchmal scheint es Miron, als wäre er der letzte, der die alte russische Kultur noch ehrt. Gestaltung: Friederike Raderer

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Ein begnadeter Rezitator Gestaltung: Stephan Pokorny Burgtheater-Doyen, Chansonnier, Entertainer: Für Ö1 hat Heltau nicht nur in zahllosen Hörspielen mitgewirkt, er zählt auch zu den meistbeschäftigten Sprechern. Mit seinem leisen, unangestrengten, sehr persönlichen Stil erreicht er eine unnachahmliche Intensität. Einige dieser Hörfunkproduktionen sind auch als Ö1-CD erschienen und werden in dieser Sendung vorgestellt: Joseph Roths "Kapuzinergruft", Stefan Zweigs "Schachnovelle" sowie "Die Welt von Gestern" und Felix Saltens Roman "Florian, das Pferd des Kaisers".

11.30 Uhr
Des Cis

mit Gerhard Krammer. Beethoven Klaviersonaten und Variation. Der Beginn des 19. Jahrhunderts war für Beethoven persönlich eine äußerst schwierige und fordernde Zeit. Die fortschreitende Taubheit zwingt ihn dazu, seine Virtuosenlaufbahn als Pianist ausklingen zu lassen, fortan wird er sich "nur" auf die Komposition konzentrieren. Werke aus dieser Zeit, Klaviersonaten und Variationen, hat der Pianist Andreas Staier unter dem Titel "Ein neuer Weg" eingespielt. Er tut das auf einem Fortepiano des Mathias Müller, Wien, das um etwa 1810 entstanden ist. Technisch meistert Staier die Herausforderungen Beethovens mit Können und hörbarer Individualität: Von zarten, intimen Klangmomenten, die er aus der motivisch dichten Verarbeitung Beethovens extrahiert, bis hin zu quasi orchestraler Dichte - der manchmal sprunghafte Stimmungswechsel in der Interpretation Staiers scheint ein Spiegelbild des damals 32jährigen Beethoven abzubilden. Wir ziehen den symbolischen Hut! BEETHOVEN ESSENZIELL "DesCis" bringt anlässlich des Beethovenjahres 2020 eine wöchentliche Serie unter dem Titel "Beethoven - essenziell". In 250 Sekunden wollen wir immer am Donnerstag versuchen den Menschen, das Werk, die Zeit und die Auswirkungen dieses so herausragenden Künstlers zu beleuchten - zur Feier der 250. Wiederkehr des Geburtstages Beethovens.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Legendärer Bariton mit starkem Wien-Bezug: George London (zur 100. Wiederkehr seines Geburtstags) A star was born, als der gebürtige Kanadier George London, der sich davor sein Geld mit U-Musik verdient hatte, 1949 an der Wiener Staatsoper debütierte. Verdi und Wagner, Don Giovanni und Amfortas, Boris Godunow und Mandryka - der Bariton mit dem unverkennbar profunden Timbre und dem starken Publikumsappeal baute sich rasch ein umfassendes Repertoire auf, eröffnete mit die ersten Bayreuther Nachkriegsfestspiele, kam auch an der MET groß heraus. Rollen mit dämonischer Ausstrahlung waren wie geschaffen für George London: der fliegende Holländer, Mephisto, Jago, Scarpia. Und nicht zuletzt: Wotan/Wanderer. Einer tückischen Krankheit war George Londons früher Rückzug mit Mitte 40 geschuldet. Dank seiner vielen Aufnahmen ist die Stimme dennoch bis heute nicht ganz verklungen.

15.30 Uhr
Moment

Das Heer der Fliegen. Ein Besuch im "Vienna Drosophila Resource Center" VDRC Wer die Werke dieser Bibliothek studieren möchte, muss schon in den Genen lesen können. Doch das Tier, das im Vienna Drosophila Resource Center VDRC mit viel Aufwand und Hingabe gehalten wird, kennt jede und jeder - wenn auch nicht unbedingt dem Namen nach: Drosophila melanogaster, die schwarzbäuchige Taufliege. Am Obstkorb lästig, ist die Fruchtfliege einer der wichtigsten Organismen der Wissenschaft und bildet in Form von 35.000 genetisch veränderten Stämmen eine von weltweit drei Fliegenbibliotheken und die einzige in Europa. Am Campus des Vienna Biocenter werden die rund 50 Millionen Einzelfliegen gehalten, mit eigens zubereitetem Futter gefüttert, visitiert, bei Krankheit gepflegt und an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit verschickt. Im Schnitt wird jeden Tag eine Publikation veröffentlicht, die auf Forschungen mit den Wiener Fliegen basiert. Eine Reportage über die aufwendige Pflege dieser ungewöhnlichen Bibliothek, ihre besonderen Exemplare und die Nutzerinnen und Nutzer. Gestaltung: Barbara Zeithammer Rätsel des Alltags: Warum tragen Spitalsärzt/nnen zumeist grün oder blau? Gestaltung: Teresa Schwind

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Rudi präsentiert das Ö1 Kinderjournal Rudi besucht seine Kolleginnen und Kollegen in der Nachrichtenredaktion. Denn Donnerstag ist Nachrichtentag. Der Radiohund fragt, was es diese Woche in Österreich, Europa und der Welt Neues gibt.

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Von Hörrohren, Röntgenstrahlen und kalten Händen. Gestaltung: Anna Masoner Ein anstehender Arztbesuch lässt einen meist nicht in Freudengeschrei ausbrechen. Man muss oft lange warten, manchmal riecht es in der Praxis oder im Krankenhaus stechend und dann machen Ärzte auch noch allerlei komische Untersuchungen. Die Ö1 Kinderunireporter/innen Mila, Emir, Rana Slava haben schon viel Erfahrung mit Ärzten und Krankenhäusern. Andreas Mittelbach und Patrick Grassl sind beide Ärzte in Ausbildung. Sie verraten, warum sie in der Arbeit nie ohne Stethoskop anzutreffen sind und wie sie sich bei ihren ersten Untersuchungen gefühlt haben.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Musik von Vadim Neselovskyi, Tamara Lukasheva u. a. Viele Weg führen nach Odessa: Nicht nur weisen die Verästelungen der Stammbäume von so unterschiedlichen Musikern wie Bob Dylan, Serge Gainsbourg oder George Gershwin angeblich oder tatsächlich in die ukrainische Metropole am Schwarzen Meer. Nach einer - allerdings umstrittenen - These ist auch der berühmte Song "Summertime" aus Gershwins Oper "Porgy Bess" von einem ukrainischen Wiegenlied inspiriert. Was wir sicher wissen: Odessa kommt heute der Status eines veritablen Jazz-Zentrums zu, das international bekannte Musiker und Musikerinnen wie Pianist Vadim Neselovskyi oder Sängerin Tamara Lukasheva hervor gebracht hat.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Die Ukraine. Mit Matthias Kaltenbrunner vom Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Die Ukraine ist seit Jahren vor allem wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen mit Russland um die Halbinsel Krim in den Medien präsent. Die russische Annexion der Krim ist dabei die jüngste Eskalation eines jahrhundertealten Konflikts zwischen den beiden Staaten. Im Zarenreich hieß die Ukraine "Kleinrussland". Ein Bestreben nach einem unabhängigen ukrainischen Nationalstaat entwickelte sich bereits ab dem 19. Jahrhundert. Nach der russischen Oktoberrevolution 1917 gab es für wenige Jahre eine ukrainische Republik. Doch bereits 1920 besetzte die Rote Armee das Land. 1921 fiel durch den Frieden von Riga die Westukraine an Polen, Rumänien und die Tschechoslowakei. Der übrige Teil wurde als ukrainische Sowjetrepublik Teil der UdSSR. In der "Kornkammer" der Sowjetunion starben während des Holodomor (der schweren Hungersnot) in den frühen 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts Millionen Menschen an den durch die Zwangskollektivierung ausgelösten Folgen: Verringerung der Ackerflächen, Reduzierung des Viehbestands. Rund zwanzig Jahre später, 1954, schenkte der sowjetische Parteichef Nikita Chruschtschow, der selbst aus der Ukraine stammte, die Krim der ukrainischen Sowjetrepublik. 1991 wurde die Ukraine unabhängig, seit 2014 befindet sie sich wegen der Krim-Krise in einem kriegerischen Konflikt mit Russland. Die Krim gehört völkerrechtlich weiterhin zur Ukraine, der Nachbar Russland betrachtet sie jedoch mittlerweile als eigenes Staatsgebiet an.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Corona als Stresstest für die Gastronomie: Ein "Lokal"-Augenschein Gestaltung: Paul Lohberger Endlich wieder Zeitung im Kaffeehaus, Business Lunch in der Stadt oder ein Spritzer nach getaner Arbeit: Die Gastronomie durfte am 15. Mai wieder aufsperren, allerdings mit zahlreichen Auflagen: Masken für Personal und Gäste, Trennwände, Abstände und weniger Sitzplätze selbst in den Gastgärten. Mit einem Jahresumsatz von insgesamt 10 Mrd. Euro und rund 160.000 Beschäftigten ist die Gastronomie in Österreich eine große und wichtige Branche. Staatliche Unterstützung wurde den Lokalbetreiber/innen zwar zugesagt, ist aber vielfach noch nicht eingetroffen. Viele Gastronomen sind am Limit, die zwei Monate komplette Auszeit waren in keiner Kalkulation vorgesehen und stellen für viele eine Belastung mit unabsehbaren Folgen dar.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

.diskussionen Das neue Gesprächsformat der "Dimensionen" am Donnerstag: mit Diskussionen zu aktuellen Wochenthemen oder Hintergrundgesprächen, wissenschaftlichen Disputen, interdisziplinären Dialogen, Werkstattgesprächen.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Das Musikleben der Ukraine, beschrieben in der Geschichte seiner großen Orchester und der Vielfalt des klassischen Oeuvres. Gestaltung: Irene Suchy Ausschnitte aus Chor-Oper, Film-Soundtrack und Kammermusik bishin zu Klavier-Bagatellen von Borys Ljatoschynskyj, Yevhen Fedorovych Stankovych oder Walentyn Sylwestrow sind zu hören. Die ukrainische Atomkatastrophe in Töne gefasst hat die in Österreich lebende US-amerikanische Komponistin Nancy van de Vate: Tschernobyl. Zum Musikschaffen in der Ukraine haben in Lemberg Wolfgang Amadeus Mozarts Sohn Franz Xaver Wolfgang Mozart, seine Schülerin Juli von Webenau und Józef Elsner beigetragen. Die Ukraine ist auch ein Wiege einer exzellenten Musiker-Generation: sei es als Geburtstätte, wie bei Vladimir Horowitz, oder als Ausbildungsstätte, wie bei David Oistrach, Nathan Milstein, Emil Gilels oder Svjatoslav Richter.

21.00 Uhr
Im Gespräch

Die Gleichsetzung von Mensch und Maschine lehne ich ab. Die Informatikpionierin Christiane Floyd "Die Gleichsetzung von Mensch und Maschine lehne ich entschieden ab. Und auch die Datenschatten, die wir mittlerweile alle werfen, und die so leicht erkannt sein können, haben ein bedrohliches Ausmaß angenommen!" Die digitale Revolution hat unsere Welt grundlegend verändert. Künstliche Intelligenz und Robotik bestimmen viele Lebensbereiche. Maschinen werden menschenähnliche Eigenschaften verliehen, sie erobern den Weltraum und die Nanowelten. Christiane Floyd hat den Siegeszug der Computerisierung und Digitalisierung durch ihre jahrzehntelange wissenschaftliche Arbeit mitgestaltet. 1943 als Christiane Riedl in Wien geboren, studierte sie ab 1961 ebenda Mathematik, promovierte, arbeitete im Forschungslabor von Siemens in München und kam 1968 als Forscherin an die renommierte Stanford University - damals federführend in Computer Engineering. Das wilde Jahr 1968 hat Christiane Floyd zwar - wie sie selbst sagt - "den Boden unter den Füßen weggezogen", ihre wissenschaftliche Karriere aber nicht beeinträchtigt. 1978 war sie die erste Frau im deutschsprachigen Raum, die auf einen Software Engineering-Lehrstuhl an die TU Berlin berufen wurde, 1991 ereilte sie ein Ruf an die Universität Hamburg, wo sie bis zu ihrer Emeritierung lehrte und forschte. Seit 14 Jahren arbeitet Christiane Floyd regelmäßig im ostafrikanischen Land Äthiopien, wo sie einen Promotionslehrgang in Informatik aufbaute und derzeit in einem Projekt der Entwicklungszusammenarbeit tätig ist. Um die Mütter- und Kindersterblichkeit zu senken, entwickelt sie mit ihrem äthiopischen Team Info-Apps rund um das Thema sichere Geburt. Mit dem Kybernetiker und radikalen Konstruktivisten Heinz von Foerster hat Christiane Floyd eine tiefe Freundschaft verbunden, seine erkenntnistheoretischen Zugänge haben ihre wissenschaftliche Arbeit stark beeinflusst. Gedanken macht sich die Softwarepionierin freilich über einen allzu leichtfertigen Umgang mit neuen Technologien, wie sie Andreas Obrecht verrät, der sie in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba zum Gespräch getroffen hat.

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Der Himmel voller Götter Gestaltung: Stephan Pokorny Die Ö1 Reihe "Der Himmel voller Götter" präsentiert 28 Gottheiten sowie Wesen und Mächte, die gottgleich wahrgenommen werden. Die ausgewählten Göttinnen und Götter entstammen religiösen und kulturellen Traditionen von allen Kontinenten. Manche von ihnen wurden in gewissen Phasen der Menschheitsgeschichte an bestimmten Orten verehrt (etwa Zeus, Isis und Mithras).Manche werden seit Jahrtausenden und auch heute noch angebetet (zum Beispiel Vishnu, Ahura Mazda und der Gott der abrahamitischen Religionen), manche wurden gerade erst entdeckt (Oyagami), und manche werden derzeit wiederentdeckt (Odin und Brigid). Sie ähneln der Vorstellung nach oft dem Menschen - empfinden mitunter Liebe, Eifersucht, Zorn - und übersteigen doch das menschliche Maß, indem sie Welten erschaffen und zerstören können und allwissend, allmächtig und allgegenwärtig sind. Sie kämpfen für ihre Schutzbefohlenen und bestrafen diese, wenn es sein muss. Sie spenden Leben und bringen den Tod. Die einzelnen Kurzporträts erzählen darüber hinaus viel über die jeweiligen kulturellen Kontexte und vor allem über die Menschen rund um die Welt, die die Gottheiten verehren. Der letzte Teil der Reihe wird der philosophischen Frage nach dem unbekannten Gott gewidmet, auf die es wohl keine abschließende Antwort gibt.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Land im Krisenmodus. Identitäten, Mythen und Konflikte in der Ukraine (4). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Toxine im Vormarsch. Gifttiere Giftpflanzen in Zeiten der Klimaerwärmung (4). Gestaltung: Kim Cupal Donau Delta. Wie der Blues nach Österreich gekommen ist (4). Gestaltung: Klaus Wienerroither

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Neue und experimentelle Musik aus der Ukraine (4) Wir tauchen ein in die diversen Musikszenen der Ukraine jenseits der zeitgenössischen Klassik. Gestaltung: Susanna Niedermayr

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:06 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten